Der Stil…

 

Wenn Wir mal davon absehen, dass es SO VIELE Stile gibt, dass es kaum noch möglich ist, einen wirklich einzigartigen Stil zu entwickeln, ohne Ähnlichkeiten in anderen zu finden, ist es dennoch ein künstlerischer Bestandteil, der für Künstler gerade heutzutage immer wieder einer Rolle spielt.  Allein dieses Wort löst bei vielen Künstlern schon eine ganze Kette von Assoziationen aus, die entweder mit ihren künstlerischen Wurzeln, ihrer eigenen Arbeit oder Ihrem Weg als Künstler zu tun haben. Einen Stil zu haben ist für viele Künstler etwas Erstrebenswertes, zeigt es doch eine eigenen Handschrift und Persönlichkeit. Diese eigene Handschrift ist natürlich wichtig, wenn es darum geht, in der Fülle an Illustratoren und Künstlern im weiteren Sinne herauszustechen, einen prägenden Eindruck zu hinterlassen.

 

drei hände im unterschiedlichen stil

 

Wie kommt der Künstler zu seinem Stil?

Diese Frage gehört mit Sicherheit auch zu den Assoziationen, die das Wort an sich schon auslöst; denn wenn der Stil so entscheidend ist, und diese Annahme müsste an sich schon beleuchtet werden, dann ist es erstrebenswert, einen eigenen Stil zu haben. Einen Stil bekommt man jedoch nicht über Nacht, er entwickelt sich, wenn man ihn lässt, und wird Ausdruck der eigenen künstlerischen Wahrnehmung, in der innere wie äussere ästetische Werte gebündelt werden, und sich in ihm manifestieren. Hierzu zählen allerlei Eindrücke, die man als Mensch macht: Eindrücke aus der Natur und wie wir zu ihr stehen; Wahrnehmung von Menschen und wie wir zu ihnen stehen, und natürlich auch Eindrücke von Kunst.

Wichtig ist meiner Meinung nach jedoch die Betonung auf Eindrücke im Allgemeinen und nicht nur die von anderen Künstlern, dann nämlich läuft man als Künstler Gefahr zu sehr zu kopieren, und letzten Endes wird die Suche nach dem eigenen Stil, zur Kopie eines anderen. Ich glaube, man muss in der Kunst eines Menschen ihn selbst wiederfinden können, dann ist der Stil auch authentisch.

Allerdings….

 

Ein Stil kann sich ändern

… gibt es natürlich im Leben eines Menschen auch Veränderungen. Diese Veränderungen können seine Sicht auf die Welt umkehren  und weiterentwickeln. Diese Veränderungen führen dann sicher auch zu einer Veränderung im Stil, beziehungsweise in seiner Arbeit.

Im meinem Fall beispielsweise ist es so, daß ich aufwendige Details und auch ein glattes Shading in Zukunft reduzieren möchte. Dort, wo besagte Details unnötig sind, möchte ich versuchen, sie nicht einzubinden. Glattes, semi-realistisches Shading ist gut zu beherrschen, aber auch hier möchte ich durch Reduktion lernen und versuchen, das Wesentliche darzustellen. Hierbei muessen Entscheidungen auf den obengenannten Grundlagen getroffen werden, was nicht leicht, aber notwendig ist.

Stile können sich also auch entwickeln und somit kann ein Künstler auch mehrere Stile haben: seine Alten und seinen Neuen. Hinzu kommt die Kreativität, die uns dazu auffordert, Dinge auszuprobieren, andere visuelle Entscheidungen zu treffen, um Effekte gezielter umzusetzen, denn nicht jeder Stil hat den selben Effekt.

Abschliessend denke ich also, daß Stil für einen Künstler wichtig ist, wenn man ihn als Menschen in seiner Arbeit erkennen kann, aber nie starr sein sollte, genauso wenig wie nur kopiert. Ich glaube sogar, daß es fast besser ist, keinen populären Stil zu haben, als einen kopierten!

 


 

P.S: Ein Stil kann sich natürlich selbst schon durch das Verwenden eines anderen Mediums ändern. Zeichnungen, die mit Bleistift gemacht wurden sehen anders aus, als solche mit Pinseln.

Dieses Thema ist wirklich vielschichtig und eventuell wird dies nicht der letzt Post zu diesem Thema gewesen sein :).

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